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Verantwortungsvolle Beschaffung

Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir bei Henkel daran, ökologische und soziale Prinzipien in unseren Lieferketten zu verankern.

  • Erwartungen an Lieferanten und Vertragspartner
  • Sustainable Sourcing Process
  • Frühwarnsystem für Risikomärkte
  • Initiative für mehr Nachhaltigkeit – „Together for Sustainability“

Von unseren Lieferanten und Vertragspartnern erwarten wir, dass ihr Verhalten stets unseren Ansprüchen an nachhaltiges Handeln entspricht. Bei der Auswahl und Entwicklung unserer Lieferanten und Vertragspartner berücksichtigen wir auch deren Leistung in Bezug auf Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, soziale Standards und faire Geschäftspraktiken. Grundlage hierfür sind unsere konzernweit gültigen und erstmals 1997 definierten Standards für Sicherheit, Gesundheit
und Umwelt
. Mit ihnen haben wir uns schon früh zu unserer Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette bekannt. Weiterhin gelten weltweit unsere Einkaufsstandards, die wir im Jahr 2015 um eine „Sustainable Sourcing Policy“ ergänzt haben. Unser Ziel ist, dass für 100 Prozent unserer Beschaffungsausgaben die Vorgaben unserer Sustainable Sourcing Policy eingehalten werden. Der industrieübergreifende Verhaltenskodex des deutschen Bundesverbands
Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME)
ist für alle Lieferanten von Henkel weltweit verbindlich. Henkel hat sich bereits 2009 dem BME angeschlossen, da dessen Kodex auf den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen basiert und somit eine internationale
Anwendung ermöglicht. Der BME-Kodex dient als Grundlage der vertraglichen Beziehungen mit unseren strategischen Lieferanten. Das heißt, diese haben entweder den branchenübergreifenden Kodex des BME – und damit die Prinzipien des Global Compact – anerkannt oder einen eigenen, vergleichbaren Verhaltenskodex vorgewiesen.

Ein zentrales Element unserer Lieferantenbewertung ist unser sechsstufiger „Sustainable Sourcing Process“. Im Fokus stehen bei diesem Prozess zwei wesentliche Herausforderungen: Zum einen sind
unsere Nachhaltigkeitsstandards von allen Lieferanten einzuhalten. Zum anderen wollen wir durch gezielte Zusammenarbeit mit unseren strategischen Lieferanten einen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette leisten – zum Beispiel durch Wissenstransfer und Fortbildung in Bezug auf Prozessoptimierung, Ressourceneffizienz sowie Umwelt- und Sozialstandards. Dieser Prozess ist ein integraler Bestandteil aller unserer
Beschaffungsaktivitäten. Wir führen ihn sowohl zu Beginn einer Zusammenarbeit als auch als wiederkehrende Überprüfung unserer bestehenden Lieferanten durch.

Übersicht der Lieferantenentwicklung 2015 bis 2017


201520162017
Lieferanten Assessment und Audits (gesamt)6871.0131.200
Anteil der wiederholt bewerteten Lieferanten, die sich verbessert haben (in Prozent)
786570


Ein Beispiel für einen Risikomarkt sind die Rohstoffe für Lötpasten und andere Lötmaterialien für die Elektronikindustrie. Sie enthalten Metalle zur Erzeugung ihrer elektrischen Leitfähigkeit – hauptsächlich Silber, Kupfer und Zinn. In einigen Ländern wird der Abbau von Kassiterit, dem wesentlichen Ausgangsmineral für die Gewinnung von Zinn, mit militärischen Konflikten und Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht. In den letzten Jahren haben wir unsere
direkten Lieferanten für Metalle immer wieder überprüft und aufgefordert, mit entsprechender Dokumentation nachzuweisen, dass sie keine Metalle aus kritischen Regionen beziehen oder verarbeiten.

Im Jahr 2011 hat Henkel gemeinsam mit fünf weiteren Unternehmen der chemischen Industrie die Initiative „Together for Sustainability – The Chemical Initiative for Sustainable Supply Chains“ (TfS)
ins Leben gerufen. Sie basiert auf den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen und der Responsible-Care-Initiative des Internationalen Chemieverbands (ICCA). Die Initiative der chemischen
Industrie hat das Ziel, das immer komplexer werdende Lieferantenmanagement im Bereich Nachhaltigkeit zu harmonisieren und den Dialog mit weltweiten Vertragspartnern zu optimieren. Dabei sollen vor allem Synergien geschaffen werden, um Ressourcen effizienter zu nutzen und bürokratische Hürden zu verringern – sowohl bei den Mitgliedsunternehmen als auch bei den gemeinsamen Lieferanten. Kern der Initiative ist der Gedanke „Ein Audit für einen ist ein Audit
für alle“: Lieferanten müssen nur ein Assessment beziehungsweise ein Audit absolvieren. Diese werden von unabhängigen Experten durchgeführt. Über eine Plattform im Internet werden die Ergebnisse anschließend unter allen Mitgliedern der Initiative geteilt und von dieser anerkannt. Seit 2014 ist TfS in einer neuen Gesellschaftsform etabliert. In Partnerschaft mit dem Wirtschaftsverband der europäischen chemischen Industrie mit Sitz in Brüssel, Conseil Européen de l’Industrie Chimique (CEFIC), hat sie den Status einer eigenständigen, gemeinnützigen Organisation. Mit diesem Zusammenschluss können Synergien in der chemischen Industrie noch besser erreicht werden.